BetreuerOS ist eine Software für die rechtliche Berufsbetreuung in Deutschland. Sie läuft im Browser, ohne Installation, und richtet sich an einzelne Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer, die ihren Alltag aus dem eigenen Büro heraus organisieren. Posteingang, Klientenakte, Finanzen, Jahresabschluss. Was im Gesetz als Pflicht steht, wird hier als Werkzeug abgebildet.

Die Software entsteht in Berlin, im engen Austausch mit Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuern, die sie täglich nutzen. Was sich im Alltag nicht bewährt, fliegt raus. Was fehlt, kommt rein. Kein Reißbrett, keine Beratergruppe, kein Investor mit Quartalszielen. Eine ruhige Entwicklung, die sich nach der Praxis richtet, nicht umgekehrt.

Was BetreuerOS ist

BetreuerOS bündelt die wiederkehrenden Aufgaben einer Betreuung in einer einzigen Anwendung. Gerichtspost wird gelesen, Aktenzeichen erkannt, Fristen automatisch in den Kalender gestellt. Kontoauszüge werden eingelesen und auf Mandate verteilt. Vermögensverzeichnis und Anfangsbericht entstehen geführt. Am Ende des Jahres steht die Rechnungslegung nach § 1865 BGB nicht mehr als Wochenend-Berg im Raum, sondern als kontinuierlich gewachsene Zusammenstellung.

Die Software ersetzt keine eigene Sorgfalt. Sie nimmt Routinen ab, die heute in Excel-Tabellen, Word-Vorlagen und auf Papier laufen. Was bleibt, ist die Arbeit, die niemand abnehmen kann: das Gespräch mit dem Klienten, die Entscheidung im Einzelfall, die Verantwortung gegenüber dem Gericht.

Für wen es gemacht ist

BetreuerOS ist für das Einzelbüro gedacht. Eine Person, ein Schreibtisch, ein paar Mandate. Konkret zwei Gruppen:

Einsteiger. Wer den Sachkundenachweis frisch hat, von der Stammbehörde registriert wurde und auf das erste Mandat wartet, soll nicht erst durch eine Software-Schulung. Bevor sich Excel-Listen und PDF-Stapel einschleichen, lohnt der direkte Einstieg in ein Werkzeug, das die Pflichten kennt: Anfangsbericht in der Drei-Monats-Frist, Vermögensverzeichnis nach § 1835 BGB, Rechnungslegung am Jahresende.

Wechsler. Wer seit einigen Jahren mit Plesoft, BT-Professional, BdB at work oder einer Excel-Word-Kombination arbeitet, kennt das Gefühl: funktioniert, fühlt sich aber nach 1995 an. Kein mobiles Arbeiten, keine Cloud, ständige Update-Routinen. BetreuerOS ist das modernere Werkzeug, nicht das größere. Gleicher Funktionsumfang in den wesentlichen Bereichen, aber anders gebaut.

Für wen es nicht passt

Drei Gruppen seien hier offen genannt, weil das Zeit spart auf beiden Seiten:

Größere Kanzleien mit Sekretariat, Delegations-Workflow und 50 oder mehr Mandaten brauchen ein Mehr-Nutzer-System mit Rollenverwaltung. BetreuerOS ist auf Einzelbüros zugeschnitten und bietet diese Funktionen bewusst nicht. Dafür sind etablierte Lösungen wie BT-Professional oder BdB at work geeigneter.

Betreuungsvereine mit Vereinsstatistik, Mitarbeiter-Verwaltung und Mehr-Standort-Logik haben Anforderungen, die BetreuerOS nicht abbildet. Auch hier sind die genannten Anbieter näher dran.

Ehrenamtliche Betreuer, die ein einzelnes Familienmitglied betreuen, sind herzlich willkommen, aber selten gut bedient. Wer nur die Mutter oder den Vater betreut, braucht selten eine Software dafür. Eine geordnete Mappe und das Kontoauszugs-Heft genügen meist.

Was die Software unterscheidet

Vier Punkte sind anders als bei den meisten Anbietern am Markt:

Browser statt Installation. BetreuerOS läuft auf jedem Gerät, das einen aktuellen Browser hat. Laptop, Tablet, Telefon. Keine Installations-Routinen, keine Update-Wartung, keine Lizenzschlüssel auf dem alten Rechner.

Persönliche Einrichtung statt Self-Service. Wer einen Zugang anfragt, bekommt nicht eine 14-Tage-Demo und einen Onboarding-Flow, sondern ein Gespräch und eine gemeinsam aufgesetzte erste Akte. Das spart Stunden am Anfang und sortiert Erwartungen klar.

Pflichten als Pfad, nicht als Modul. Anfangsbericht, Vermögensverzeichnis, Rechnungslegung sind in BetreuerOS nicht einzelne Module, durch die geklickt wird, sondern geführte Pfade, die mit dem Bestellungsbeschluss anfangen und bis zum Schlussbericht durchziehen. Stichtage werden konsistent gehalten, Zwischenstände nicht überschrieben.

Schmal gebaut. BetreuerOS hat bewusst weniger Funktionen als manche Mitbewerber. Was die App nicht kann, kann sie bewusst nicht. Kein Mandanten-Portal, keine Vereinsstatistik, keine Telefonanlage. Wer das braucht, ist hier falsch. Wer es nicht braucht, hat ein leichteres Werkzeug.

Wie der Zugang läuft

Die Anmeldung über die Login-Seite app.betreueros.de funktioniert nur mit gültigen Zugangsdaten. Es gibt keine offene Registrierung, weil jede Akte gemeinsam mit dem Nutzer aufgesetzt wird. Der Weg in die Software führt deshalb über das Zugangsformular auf der Startseite.

Auf eine Anfrage folgt innerhalb von 24 Stunden eine persönliche Antwort, oft schneller. Daran schließt sich ein kurzes Gespräch zur Lage an: wie viele Mandate, welche Software bisher, welche Erwartungen. Wenn beides zusammenpasst, vereinbaren wir einen gemeinsamen Termin, in dem die erste Akte aufgesetzt wird. Danach steht die Software bereit, ohne dass jemand allein vor leeren Feldern sitzt.

Wer in den Nutzerkreis passt, ist nach diesem Termin arbeitsfähig. Wer nicht passt, bekommt das ehrlich gesagt, gerne mit Hinweis auf eine andere Software, die besser zur Lage passt.

Mitgestalten

BetreuerOS wächst mit denen, die damit arbeiten. Wer Probleme aus dem Alltag und Wünsche an die Software einbringen möchte, ist hier richtig. Die Nutzer prägen mit, was als Nächstes gebaut wird: eine Frist, die in der Praxis ständig knapp wird. Ein Bericht-Format, das ein Gericht regelmäßig verlangt. Ein Mandant-Typ, der besondere Aufmerksamkeit braucht. All das fließt zurück in die Entwicklung, ohne Roadmap-Komitee, ohne Quartalsversprechen.

Konditionen werden mit jeder Anfrage einzeln besprochen, abhängig von Mandate-Bestand und Einrichtungsumfang. Kein Vertrag im Voraus, keine versteckten Klauseln, keine Bindung.

Wer Fragen hat oder ein Thema einbringen möchte, schreibt an hallo@betreueros.de. Antwort kommt persönlich, nicht aus einer Ticket-Schleife. Magazin und Werkzeuge sind frei zugänglich, auch ohne Zugang zur Software.

Wer einsteigen möchte

Erste Akte gemeinsam aufgesetzt.

Kein Self-Service, kein Demo-Account, der nach 14 Tagen abläuft. Wer einen Zugang anfragt, bekommt einen Termin und eine gemeinsam eingerichtete erste Akte. Unverbindlich, kein Vertrag im Voraus.

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